Kunstausstellung zu den Richard-Strauss-Tagen 2003
Gabriel Glikman - Künstlerportrait


Portrait von G.Glikmann - (c) Frau Glikman
Gabriel Glikman

Gabriel Glikman, der Psychologe, Bildhauer und Kunstmaler ist als Künstler des 20. Jahrhunderts tief verwurzelt ist in europäischen künstlerischen Traditionen und eindringliche Portraitarbeiten und Büsten berühmter Komponisten aus seinen Händen entstehen ließ. Leitmotiv von Glikman ist die menschliche Seele, deren Leidenschaften, Freuden und Offenbarungen, Irrungen und Wirrungen.


Von 1937 bis 1947 studierte Glikman an der Leningrader Kunstakademie Bildhauerei, Malerei und Grafik. Als Bildhauer hoch geschätzt waren seine Gemälde umstritten: die Regierung hat eine Ausstellung nach drei Tagen geschlossen. Glikman galt als "künstlerisch Subversiver". Nach Ausreise im Jahre 1980 lebte er seit 1982 München. Über 40 Ausstellungen im Westen führten ihn u.a. nach Washington, London, Berlin, Hamburg, Amsterdam und Rotterdam. Gabriel Glikman verstarb im Januar 2003 in München. Im Juli wäre er neunzig Jahre alt geworden.

Dass seine Bilder in der UdSSR umstritten waren, lag daran, dass sich in ihnen surreale, existenzialistische, avantgardistische Tendenzen manifestieren, die der Pflichtdoktrin des Sozialistischen Realismus (wie er von 1934 bis in die 80er postuliert wurde) trotzte. Dagegen hatten seine Skulpturen in der Sowjetunion deswegen Erfolg, weil sie auf monumentale Weise Persönlichkeiten portraitierten - die späteren, im Westen entstandenen Werke weichen von der realen Darstellung ab.

Gabriel Glikman geht es in seiner Kunst nicht um Formalismen, und so wird er sich selbst nie als Surrealist, Avantgardist, usw. bezeichnen. Vielmehr geht es ihm um Inhaltsästhetik, um einen Gehalt, der auch Rückschlüsse auf eine ethische Weltsicht zulässt. Das äußert sich vor allem darin, dass er mit Schostakowitsch, Beethoven, Dostojewski, Anna Achmatowa, Prokofjew, Gogol, u.a. nur solche Künstlerpersönlichkeiten portraitiert hat, die in diesem Kontext einzuordnen sind und ebenfalls die Form nicht zum Selbstzweck werden lassen. Andererseits verweisen die unterschiedlichsten Künstlerportraits darauf, dass es Glikman um einen Diskurs zwischen den Künsten, Künstlern und Kulturen geht, wobei für Glikman die Musik eine besondere Rolle spielt. Gleichzeitig sieht Glikman aber auch den Menschen und ergründet gleich einem Psychologen die Abgründe, Tiefen und Zwiespälte einer menschlichen Seele.


"Ein Mensch ist nur ein Mensch" - dieses Motto prägte sein ganzes künstlerisches Schaffen und seine Persönlichkeit. Glikman-Werke sind dauerhaft u.a. in der Tate Gallery in London, in St. Petersburg, Moskau, Saratow, Wiesbaden und Berlin ausgestellt.


Gabriel Glikman: Mädchenkopf - Bronzeskulptur
Gabriel Glikman: Mädchenkopf - Bronzeskulptur



Blick in den Ausstellungsraum Gabriel Glikman
Blick in den Ausstellungsraum Gabriel Glikman


Blick in den Ausstellungsraum Gabriel Glikman
Blick in den Ausstellungsraum Gabriel Glikman


 

DIe Ausstellung Rosendorfer

 


Die Ausstellung
"double feature"
zu den Richard-Strauss-
Tagen 2003.
Allgemeine Infos.


 

 Bilder, Texte und Eindrücke
von der
Vernissage am 17.06.03.

Herbert Rosendorfer
 

  2003
Herbert Rosendorfer
»Strauss-Zyklen«


Der andere Teil des "double features"



 

Die Ausstellungen zu den Richard-Strauss-
Tagen.
Eine Übersicht



Gabriel Glikman: DIe Frau mit den grünen Haaren und der Zigarette


Gabriel Gliman: Der Tanz der Salome



Gabriel Gliman: Wagner und Mozart



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