Skulpturen
Reliefskulptur


Heinrich Kautsch

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Heinrich Kautsch (auch: Henry) war Bildhauer und Medailleur.
Er wurde am. 28. 1. 1859 in Prag geboren und absolvierte seine Ausbildung zunächst an der dortigen Gold-schmiedeschule.

Später kam er dann an die Kunstgewerbe-schule in Wien, wo er von Stephan Schwarte und Otto König unterrichtet wurde. Kautsch unternahm zahlreiche Studienreisen nach Ita-lien, Frankreich und Deutschland. Bereits 1882 wurde er als Professor an die Prager Kunstgewerbeschule berufen. 1887 wurde er zum Konservator des Kunstgewerbemus in Budweis ernannt und damit beauftragt, das Museum zu reorganisieren. 1889 zog Kautsch nach Paris wo er bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges ansässig war. In Paris arbeitete er bei Injalbert und Roubaud.

Auf der Pariser Weltausstellung 1900 fungierte er als Delegierter der Abteilung Bosnien-Herzegowina - deren offizielle Plakette von seiner Hand stammt - und als Vize-präsident der internationalen Jury. 1902 organisierte er die französische Abteilung auf der Internationalen Kunstausstellung in Düsseldorf. Außer Medaillen und Plaketten hat Kautsch auch einige Grabdenkmäler (in Amsterdam, Prag, Meran, Salzburg und an vielen weiteren Orten) sowie Büsten (z.B. Kaiser Franz Joseph, 1895) geschaffen.

Aus der großen Zahl der Medaillen und Plaketten des Künstlers - Exemplare fanden sich früher in fast allen größern Kabinetten in Deutschland - müssen hervorgehoben werden: Kai-ser Franz Joseph, Admiral de Jonquieres; Ad-vokat L., Charles Freund-Deschamps; Mosel von Charlottenfels in Schaffhausen; Richard Wagner; Die Philatelie; Prinz Roland Bonaparte; Heineplakette; Ge-dächtnisplakette J. A. Bartholome; Franz v. Lenbach; Margot Lenbach; ca 25 Med. für internationale Ausstellungen (z. B. in Paris, St. Louis, Brüssel, Lüttich).

"Man sieht es den Medaillen u. Plaketten von Kautsch an, dass sie in der Nähe von O. Roty u. J. C. Chaplain entstan-den sind; sie zeigen eine hervorragende Beherrschung der Technik des Flachreliefs, wie sie in Paris ausgebildet u. anderwärts nur in vereinzelten Fällen erreicht worden ist, und lassen sich neben die besten französischen Arbeiten dieses Faches stellen." (so wörtlich Thieme-Becker, Band 20, Seite 35). 1888 veröffentlichte Kautsch sein Buch "Goldschmiedearbeiten des XV. bis XIX. Jahrhunderts".

Heinrich Kautsch verstarb 1943 in Wien.

Quelle: u.a. Thieme-Becker Band 20, Seite 35

 
Signaturdetail - Reliefskulptur von Heinrich Kautsch in der Galerie Jaud
Signaturbeispiel


 

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