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Der Maler Heinz Münnich wurde am 30.
Mai 1921 in Chemnitz geboren.
Seine künstlerische Ausbildung hat
Heinz Münnich in Dresden und Luxemburg erhalten. Zahlreiche
Studienreisen führten ihn durch die ganze Welt so z. B.
nach Frankreich, Italien, in die Schweiz, nach Griechenland,
Österreich und Sizilien sowie in die Vereinigten Staaten
von Amerika. Bereits in den 60er und 70er Jahren kauften nur
die ersten Galerien in New York, Washington, San Francisco, Chicago,
Montreal, London, Paris Zürich, Haifa, Tokio, Bangkok und
Hongkong seine Werke an.
Seit früher Jugend war dem Künstler
seine Berufung zum Maler eine Selbstverständlichkeit.
Als Sohn eines angesehenen Malers mag Heinz Münnich schon
von Kind auf die Grundelemente des farbigen Ausdrucks und der
künstlerischen Übersetzung eines Natureindrucks in
sich intuitiv zu jener überragenden Sicherheit entwickelt
haben um diesen nun, von Werk zu Werk sichtlich kühner und
markanter, meisterlich einzusetzen.
Das zunächst erlernte grafische Fach
festigte die Verankerung im Gegenständlichen. Die nüchterne,
ungemein disziplinierte Beobachtung blieb die Grundlage seines
Schaffens. Raum- und Formgefühl, Wahrhaftigkeit und Präzision
wurden ihm zur künstlerischen Notwendigkeit. Erst auf dieser
freiwilligen Unterwerfung unter die Gesetze der Wesentlichkeit
baut der Künstler die Symphonie der Palette auf. Da ist
nichts von Zufälligkeit, nichts ohne logische Beziehung
zwischen Ursache und Wirkung, nichts, was die Größe
oder Bedeutung des Motives beeinträchtigen und abwerten
würde. Da gibt es keine "blutleeren" Füllsel,
kein Ausweichen von Schwierigkeiten, sondern eine straffe, das
Bildzentrum und die Ränder gleichmäßig einbeziehende,
wohlabgewogene Konzentration, einen geradezu architektonischen
Aufbau, völlig übereinstimmend mit der ebenso konsequent
durchgehalten Handhabung aller technischen Finessen der Spachtel.
In alle Arbeiten, zu denen Münnich
von seinen zahlreichen Studienreisen die Skizzen mit nach Hause
bringt, strahlen den herben, fesselnden Reiz des Ungestümen
aus.
Sie lassen die Unmittelbarkeit des Naturerlebnises ahnen - die
wagemutige Aufgeschlossenheit des Künstlers vor dem Kosmos
- und zugleich die liebenswerte Mitteilsamkeit, ein solches Erlebnis
für die Mitwelt, dank seiner Kunst, mit der Sprache eines
einzigen Stils festzuhalten. Der große Erfolg des Künstlers
zu Lebzeiten beweist, dass er dankbar verstanden wird unter seine
Ausdrucksmittel der hohen Aufgabe ebenbürtig sind.
Der Maler verstarb viel zu früh Mitte
der Siebziger Jahre (wohl am 05.09.1977 nach Hinweis eines Sammlers). |