Otto Schliwinski
Ausstellung "Schrägschnitt"


Otto Schliwinski
Kritikerstimmen


Otto Schliwinski - Menschen in Mexico - 32/49 cm

    Über die Ausstellung
"Schrägschnitt"

Otto Schliwinski
zum 75. Geburtstag


Vernissage Fotos und
Gedanken

Ein Maler der
keine Grenzen kennt
(1961- 2001)

Otto Schliwinski
Künstlerportrait

Ausstellungen in der
Galerie Jaud




Kritikerstimmen zu Otto Schliwinskis Malerei und Graphik:

Dr. Nettmann:
"In den Bildern Otto Schliwinskis erkennt man den Entwicklungsgang weg von der menschlich-figürlichen Welt und der Architektur zur reinen absoluten Bildgestaltung, die wir als künstlerische Aussage anerkennen müssen. Seine Bilder geben einen exemplarischen Oberblick über die künstlerische Umformung und Neugestaltung auf den Gebieten der Malerei und Graphik. Wie jedes Erlebnis individuell ist, so ist auch jedes Bild ein persönliches Bekenntnis, in das sich der Betrachter hineinfühlen muss. Dieser Kunst kann man nicht mit Hilfe des Verstandes nahe kommen, man muss hier vielmehr an die Stelle früherer Kunstbetrachtung Gefühl und individuelles Erleben, geistiges Mitempfinden setzen."




In Nigeria - 41/58 cm
Dr. K. Breuer:
"Otto Schliwinski spürt einer neuen Idyllik nach, die nichts mit Beschaulichkeit und Verklärung des Schönen zu tun hat. Es ist die Fixierung eines neuen Standortes, der dem Menschen unseres Jahrhunderts zugewiesen ist: verurteilt zum Massenschicksal, eingeschleust in ein Perpetuummobile. Dieses Phänomen hat Schliwinski in sei-nen Arbeiten überzeugend gedeutet ... Man muss sich in die Bilder Schliwinskis hineinsehen, dann erkennt man die Meisterschaft, mit der Otto Schliwinski die heutige Zeit einer weitgehend konformen und nivellierten Massengesellschaft darstellt..."


 

Straße in Mexico City - 29/40

Professor Jörg Lampe:
"Otto Schliwinski spürt den Trieb und Zug in dieser Wirklichkeit und setzt sich ihm malend und zeichnend auf die Spur..."

"... Immer führt die Leidenschaft den Pinsel; die äußeren Details verschwinden hinter dem dynamischen Impetus, der das Geschehen und selbst die anscheinend in ihrer Statik fixierten Dinge in Bewegung hält ...".

"Da werden aus Einzelerscheinungen Typen und aus Typen Flecken, die die Bildflä-che skandieren und akzentuieren. Es bilden sich aus Häusern und Straßen regel-rechte Strukturballungen, die spürbar machen, wie sehr der heutige Mensch in der Hetze des Daseins umgetrieben wird."

 

 

weibliche Toilette - 29/41 cm
Dr. Ingo Bartsch:
Zwei Hauptmotive beherrschen das umfangreiche malerische und graphische Werk von Otto Schliwinski: Der Mensch in der Masse, der »Menschenstrom«, und das gleichermaßen unübersehbare »Häusermeer«. Oft fließen beide Bereiche zusammen, sodaß im weitesten Sinne eine soziale Thematik sehr anschaulich zu werden beginnt. Plakative Gefahrenmomente aber überwindet Schliwinski mit anscheinend unerschöpflichem Reichtum an künstlerischer Erfindungskraft, die sich nicht einfach mit groben Abbildern geschichtlicher Zustände begnügt, sondern tiefer dringt und Strukturen sichtbar werden läßt. Der Hang des Künstlers zur Abstraktion findet hier die natürliche Erklärung.
 



Gebet - 29/35 cm

Wera l. Kotzebenkowa Direktorin der Kaliningrader Kunstgalerie
Wir sind sehr froh, die Ausstellung des deutschen Malers Otto Schliwinski in den Sälen der Kaliningrader Kunstgalerie zu zeigen, der in zahlreichen Ländern der Welt seine Werke bereits ausgestellt hat.

Im Juli 1994 haben wir die deutschen Künstler und Lovis-Corinth Preisträger Winfred Gaul, Sabine Hoffmann und Katalin Moldvay ausgestellt. Die Ausstellung der Arbeiten von Otto Schliwinski ist eine wunderbare Möglichkeit für Kaliningrader Bürger und Gäste unserer Stadt, moderne Kunst aus Deutschland kennenzulernen. Die Ausstellung gibt auch Gelegenheit, sich mit Künstlern, Kunsthistorikern und Kunstliebhabern zu treffen und miteinander zu sprechen. Wir hoffen, daß Otto Schliwinski in Kaliningrad viele Freunde und Bewunderer seiner Kunst finden wird und wünschen ihm für diese Ausstellung in Rußland viel Erfolg.

 


Menschen Gesichter - 42/46 cm
   

Patrizua die Meglio
Gedanken zu Stil und Hauptthemen im Werk OTTO SCHLIWINSKIS

Nachdem Schliwinski 1945 nach Westdeutschland geflohen war, begann er zunächst mit einem Grafikstudium. Von dieser Ausbildung blieben deutliche Spuren in seinem malerischen Werk zurück, da er in der Komposition einige Muster des räumlichen Aufbaues zeigt, die oftmals in der grafischen Bildsprache verwendet werden. Diese Modelle sind eng mit den Hauptthemen seines Werkes verbunden. Tatsächlich sind die Kompositionen Schliwinskis in erster Linie nach drei Grundlinien ausgerichtet: sehr akzentuierte Perspektive mit sichtbarem Fluchtpunkt und erhöhtem Horizont; Überlagerung von horizontalen Ebenen; und das Wichtigste, Auflösung der Perspektive und Vereinfachung der Formen. Das erste Schema wird vorwiegend in den Werken angewandt, welche die Straße zum Inhalt haben. Diese sind einmal trostlose Wüsten, leere Abschnitte in Geisterstädten, dann wieder überfüllt mit gleichförmiger Menschenmasse, die zwischen gigantischen Wohnburgen eingekeilt und bedroht wird. Bei den Naturlandschaften hingegen sind die horizontalen Linien des Meeres oder der Landschaften in Harmonie mit dem fernen Horizont, da sie sich in parallelen Ebenen ausbreiten und eine ruhige, dünne Atmosphäre suggerieren.

Schliwinski zeigt die Verwandlung des natürlichen Lebensraumes zu Ameisenstädten/ aber die Dialektik Natur-Kultur definiert sich in seinem Werk nicht auf schablonenhafte, banale Art. Die Klarheit der Naturlandschaften ist nicht automatisch der Entfremdung der urbanen Großstädte entgegensetzt, und auch sie zeigen unruhige, geisterhafte Züge, in welchen für den Menschen kein Platz ist. Das Individuum fehlt völlig. An seinem Platz finden wir hingegen die Menschenmenge, die gleichförmige Masse. Dieses zuletztgenannte Haupthema des Künstlers eliminiert in der Ausführung jeden Bezug nach außen. Es gibt weder eine Landschaft, noch einen definierten, erkennbaren Raum. Die Masse ist ein Schwärm von der Vogelperspektive aus gesehen, so als wäre das Auge des Künstlers und des Betrachters auf metaphysische Art außerhalb und würde von oben das grenzenlose Meer der Köpfe betrachten, die zu rein graphischen Zeichen reduziert, komplett die Oberfläche der Leinwand dichtgedrängt bis zum Rand füllen. Die Tendenz, immer mehr die Abstraktion zu betonen und jedes beschreibende Element zu verbannen, entsteht in Schliwinschi durch das künstlerische und ideologische Bedürfnis das Thema der Masse zu verallgemeinern und Schritt für Schritt vom Figurativen zu entfernen. Die Gesichter der Menschenmenge, die in früheren Arbeiten noch erkennbar sind, auch wenn sie in groteske Masken verwandelt sind und Verwandtschaft mit den expressionistischen Malern Munch, Kokoschka, Pechstein und Schmidt-Rott-luff zeigen, reduzieren sich in den späteren Arbeiten zu stark kontrastierten farbigen Arabesken, manchmal grell, manchmal Ton in Ton, überwiegend aber in kalten Tönen. Auch in der Serie "Häuser" erscheinen die Stadtlandschaften als Bienenstöcke, ein verworrenes Netzwerk von Fenstern, das sich über die Leinwand hinaus bis ins Unendliche fortsetzt. Der Sinn für das kreative Abenteuer von den verschiedenen Farbträgern und Techniken die ästetischen Möglichkeiten zu entdecken, führte den weltgereisten Künstler auf eine Studien-und Arbeitsreise nach Ischia. Hier bekam er Anregung für eine Serie von Häuserlandschaften, die er in seinem individuellen Stil und besonderen Art zu interpretieren schuf.

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40 Jahre Ausstellungen (1961- 2001)

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