Otto Schliwinski
Vernissage "Schrägschnitt"


Panoramafoto - Blick in die Ausstellung Schliwinski in der Galerie Jaud

"Schrägschnitt" - Otto Schliwinski in der Galerie Jaud
Vernissage am 4. Januar 2002


Vernissage am 4.1.2002

über die Ausstellung
Schrägschnitt

Otto Schliwinski
zum 75. Geburtstag


  Kritikerstimmen
zu Otto Schliwinski


Ein Maler der keine Grenzen kennt
40 Jahre Ausstellungen (1961- 2001)

Otto Schliwinski
Künstlerportrait

Ausstellungen in der
Galerie Jaud



Alexander Jaud, Ortto Schliwinski und Klaus Furtmeier bei der Eröffnung der Ausstellung am 4.1.2002
Otto Schliwinski (Mitte) bei der Diskussion mit Klaus Furtmeier (rechts) und
Alexander Jaud (links) - Foto: Ströter



Aus den einführenden Worten anlässlich der Eröffnung am 04.01.2002

Ansprachen oder Begrüßungen die zu Beginn eines Jahres gehalten werden haben immer ein wenig den Touch der Rückschau und des Ausblickes. Rückschau auf das was uns das alte Jahr hinterlassen hat. Ausblick auf das, was uns das neue Jahr bringen wird.

Es ist nicht schwer, sich an grauenvolle und unvorstellbare Ereignisse des Jahres 2001 zu erinnern. In diesem Zusammenhang ist es aber auch nicht schwer, Wünsche und Hoffnungen für das Jahr 2002 zu formulieren. Konnte man in den Neujahrsan-sprachen zum Jahr 2001 oft den Satz finden, dass es gut wäre, wenn nur alles so bleiben würde, so steht dieses Jahr im Kleinen wie im Großen zumindest fest:

So bleiben darf es nicht!

Bei der Eröffnung der letzten Ausstellung erwähnte ich das Thema "Werte" bzw. in diesem Zusammenhang die Problematik die in dem Begriff "Wertewandel" unserer Zeit steckt. Ich bezeichne den Wertewandel - auch wenn das sehr abgeklärt klingen mag - gerne als "Werteverfall". Eines aber hat uns das letzte Jahr sicher gezeigt:

Ohne Wertvorstellungen in einer Gesellschaft, ja in einer Weltordnung geht es nicht.

Robert Leicht in der ZEIT hat heute am 4.1.2002 gemeint, dass die Gesellschaft - vergleicht man sie unter dem Gesichtspunkt der Forstwirtschaft, also der Nachhaltigkeit - eher aus "Flachwurzlern" besteht. Es fehlt wohl also das, was in die Tiefe geht.

Lassen Sie mich an dieser Stelle die Brücke bauen zu der heutigen Ausstellung, zu dem Künstler Otto Schliwinski und dessen Werk:

Weil - wenn wir einen Gegensatz zum Werteverfall und zum Flachwurzeln finden, dann sicherlich und unzweifelhaft im Lebenswerk des Künstlers, so wie wir es heute hier für Sie zusammengestellt haben.

Otto Schliwinski hat auf der ganzen Welt ausgestellt. Seine Ausstellungen in Deutschland oder sogar in Garmisch-Partenkirchen jedoch gehören zu einer Seltenheit. Als Seltenheit ist es auch zu bezeichnen, dass im Rahmen der vorliegenden Ausstellung viele Werke von Schliwinski gezeigt werden, die bisher noch nie öffentlich gezeigt worden sind.

Ausblick und Rückblick!
Eine Ausstellung ist zunächst per se immer ein Rückblick. Ein Rückblick auf die Arbeiten, die vom Künstler geschaffen worden sind. Bei Künstlern, die ein Format wie Otto Schliwinski haben, ist jedoch immer sehr viel versprechend, auch etwas weiter zurück zu gehen, als nur 2 oder 3 oder mehr Jahre. Wir sind heute bei unserem Rückblick mehr als 40 Jahre zurückgegangen. Ja thematisch gegen wir sogar noch weiter zu-rück:
Otto Schliwinski ist als Ostpreuße aus seiner Heimat vertrieben worden. Er war nach dem Krieg in amerikanischer Gefangenschaft und hat diese für sein Leben prägenden Eindrücke ebenso in seinen Werken verarbeitet, wie später die sogenannte Vermassung des Menschen.
Auch aktuelle Ereignisse aus dem Jahre 2001 hat Schliwinski in seinen Bildern verar-beitet: "Gesicht 2001" und "The 11th of September, New York". Letzteres ein Gemälde, das aus unzähligen Schichten besteht.

Klaus Furtmeier und Alexander Jaud führen in die Ausstellung ein
Klaus Furtmeier (Kurdirektion) und A. Jaud
begrüssen die Vernissagegäste







Der Sonderraum der Ausstellung setzt sich mit den Themen Flucht, Vertreibung, Krieg und Gefangenschaft auseinander

Der Sonderraum der Ausstellung ist den Themen Flucht, Vertreibung und Krieg gewidmet




New York - The 11th of September 2001 - Eines der Hauptwerke der Ausstellung Schrägschnitt in der Galerie Jaud (Künstler Otto Schliwinski)

New York - 11th of September 2001
eines der Hauptwerke der Ausstellung
Das Gefangensein, die Unterdrückung, die Knechtung - auch das sind Themen, die Schliwinski in seinen Bildern wiedergegeben hat und - diese Werke gehen unter die Haut.

Aber: Diese Themen sind aktuell. Erschreckend aktuell und wichtig. Und damit sind auch die ältesten der hier gezeigten Arbeiten so wichtig um das Bewusstsein für die Werte zu schärfen; für Werte, die noch zählen und für die es sich lohnt zu kämpfen:
Für die Freiheit.

(Alexander Jaud)
   




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